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Oh Kanada – eine nordamerikanische Erfolgsgeschichte

28.06.2018 - 18:41

Es gibt im Feld der diesjährigen TOUR Transalp einige Wiederholungstäter, die dem Ruf der Alpen immer und immer wieder folgen. Zwei davon kommen aus Vancouver und führen – zu ihrer eigenen Überraschung – die Masters-Kategorie an. Denn Geoff Duyker (43, Foto links) und Jamie Armstrong (41) von TNA-Method sind erstmals zusammen unterwegs sind.

Nach ihrem fünften Sieg in Serie hat sich der Duyker in Trento Zeit genommen, um in einem kurzen Gespräch die Erfolgsgeschichte des Duos Revue passieren zu lassen und dabei auch erzählt, dass es die TOUR Transalp höchstselbst war, die in zum Rennradsport gebracht hat.

Geoff, Du führst mit Jamie sensationell die Masters-Wertung an. Erzähl doch bitte kurz, wie oft ihr schon bei der Transalp dabei gewesen seid.

Geoff Duyker: Das ist jetzt nach 2010, 2011, 2012 und 2015 meine fünfte Teilnahme. Jamie ist nach 2009 und 2012 zum dritten Mal dabei.

Wie bist du 2010 zur Transalp gekommen?

Magic Places bringt schon seit über zehn Jahren immer wieder Kanadier zur TOUR Transalp. 2009 habe ich davon gehört.

Es klang großartig, obwohl ich noch nie Rennrad gefahren bin. Ich wollte es unbedingt ausprobieren. Also habe ich mir ein Rennrad gekauft, ein Jahr trainiert und war 2010 am Start.

Hättet ihr gedacht, dass es bei eurer ersten gemeinsamen Teilnahme so gut läuft?

Wir waren zuvor immer nur dabei, um das Rennen zu genießen. Dieses Mal wollten wir aber angreifen. Aber wir hätten nie gedacht, auf dem Podium zu stehen. Wir waren nach dem ersten Tag völlig überrascht.

Seit dem läuft es aber bei uns, und wir versuchen, jeden Tag mit demselben Einsatz zu überstehen und uns aus allen Schwierigkeiten raus zu halten.

Das hat bis dato ja hervorragend geklappt!

Wir hatten schon ein paar Probleme, einen Platten, ein paar mechanische Dinge, die nicht perfekt funktioniert haben, aber wir haben es immer wieder geschafft.

Wie kommt ihr sonst mit der Route zurecht?

Wir haben in British Columbia zwar gute Berge zum Skifahren, nicht aber zum Rennradfahren, da die Straßen nicht wirklich über einen Berg führen wie sie es hier in den Alpen tun. Das ist unser Hauptproblem.

Wir schlagen die Grand Masters immer im Anstieg, aber wir können unsere Räder nicht schnell den Berg hinunter bewegen. Da werden wir jedes Mal wieder nach hinten durchgereicht.

Aber dennoch verteidigt ihr durchweg die Blauen Trikots.

Das ist ein Traum, wirklich richtig cool. Unsere Freunde und Familien verfolgen das Geschehen zuhause und können es genauso wenig glauben wie wir.

Und jetzt müsst ihr nur noch zwei Tage überstehen.

Ja, wir wissen, mit wem wir zusammen fahren müssen und müssen einfach Vorsicht walten lassen.

Wir haben einen recht großen Vorsprung auf Platz zwei, und es sieht ganz gut für uns aus, sollten wir keinen gröberen Fehler machen oder eine absolute Katastrophe passieren.

Es wäre ein Traum, in Riva als Erster anzukommen – und wohl auch der erste Armstrong-Sieg der TOUR Transalp-Geschichte (lacht).

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