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Die Rampe des Pantani - ein Spaziergang?

27.06.2019 - 11:38

Geradezu die Berge hoch geflogen sind heute die Italiener Daniele Terzi und Piero Lorenzini (ITA). Für Andere war der steile Anstieg am Mortirolo eine Qual - aber eine genussvolle.

Die fünfte Etappe über den Passo Mortirolo war ein Spaziergang – zumindest für die Ruhrpottler Klaus Wermker (76) und Arndt Paykowski (56). Aber nicht, weil ihnen die Rampe des Pantani mit durchschnittlich 10 Prozent Steigung so leicht fiel. „Wir werden wohl schieben müssen“, sagte Paykowski schon vor dem Start. Aufgeben ist dennoch keine Option, schließlich haben die beiden eine besondere Motivation.

 Auf dem Programm standen heute rund 110 Kilometer und 2500 Höhenmeter über den Passo d’Eira, Passo Foscagno und der steilste Anstieg, den Passo Mortirolo. Die einen sind dabei, um am Ende auf dem Podium zu stehen, andere wollen sich selbst etwas beweisen und wieder andere wollen einfach Spaß haben, die Landschaft genießen oder mit ihrer teilnahem Gutes tun.

So wie die Sportsfreunde Klaus Wermker und Arndt Paykowski aus Essen. Sie unterstützen das Projekt Glückskind, bei dem sich Erwachsene als Paten um Grundschüler kümmern. Ebenfalls für die gute Sache, schwitzen und quälen sich Jannik Tautz und seine Kollegen vom Team Plasmatreat, die Spenden für ein Kinderhospiz sammeln. „Die von Kindern gemalten Schmetterlinge auf unseren Trikots verleihen uns Flügel, wenn es am Berg besonders hart wird“, erzählt Tautz.

Geradezu den Berg hoch geflogen sind heute die führenden Fahrer mit Podiumsambitionen. In nur 3:25.05,9 erreichten die Italiener Daniele Terzi und Piero Lorenzini das Ziel. Am Montirolo setzten sie sich ab. „Kurz vor dem Ziel waren sie uns dann wieder dicht auf den Versen und wir mussten nochmal sprinten“, erzählte Piero im Ziel. Platz 2 ging an Erik Franssen und Stefan Verhaaf (NL), gefolgt von Riccardo Zacchi und Christian Martinelli (IT).  30 Minuten nach dem schnellsten Team kam das beste Mixed-Du Tatiana Guderzo und Carlo Muraro (IT) an. Die schnellsten Frauen kommen aus den Niederlanden: Linda Stuurman und Carla Mellema (4:22.26,0).

Immer noch im Rennen sind auch die Kölner Rolf Steffes  und Ralf Küpper. Aufgeben kommt für sie nicht in Frage, „dazu haben wir uns auf den ersten Etappen schon zu sehr gequält“, meint Steffes und sein Kollege gibt zu: „Das ist das Härteste, was wir je gemacht haben.“  Doch die beiden machen das Beste aus den Strapazen, machen reichlich Erinnerungsfotos, erfrischen sich in Bächen und Brunnen  und pausieren auch mal für ein Eis. Ihre Motivation, wenn die Kräfte nachlassen: „Wir wollen am Ende das Finisher-Trikot haben und in den Gardasee springen.“

Alle Ergebnisse: https://services.datasport.com/2019/velo/transalp/etappe5/

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