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Die Königsetappe

26.06.2019 - 19:23

Die  vierte Etappe von Bormio nach Livigno mit einem Abstecher in die Schweiz war nicht einfach, aber jeden Tropfen Schweiß wert.

Die Strecke mit vier beeindruckenden Pässen ist für viele Teilnehmer die bislang schönste Etappe des Rennens gewesen. Besonders für viele Transalp-Neulinge waren der Umbrailpass, Ofenpass, Passo Bernina und Forcola di Livigno ebenso wunderschön wie herausfordernd

Die wunderschöne Landschaft hat der in Hamburg lebende Japaner Tsutomu Inoue in vollen Zügen genossen, auch wenn er „am Limit“ gefahren ist. Ungefähr acht Stunden war er unterwegs, ein normaler Arbeitstag sozusagen. „Nur viel anstrengender, dafür aber wesentlich schöner“, sagt der 54-jährige Transalp-Erstling. „Unterwegs frage ich mich oft: Warum mache ich das eigentlich?“, erzählt er. Aber aufgeben ist für den Mathelehrer keine Option. Schließlich hat er seinen Schülern von seinem Vorhaben erzählt. „Also muss ich das auch beenden.“

Auch die Österreicher Harry Pancis (Salzburg) und Walter Weineisen (Tirol), die zusammen 138 Jahre alt und damit das wohl älteste Team der diesjährigen TOUR Transalp sind, haben die herrliche Landschaft der vierten Etappe genossen. „Die gemeinsame Teilnahme an der TOUR Transalp ist unser freundschaftlicher Höhepunkt“, erzählt Weineisen, der mit 70 Jahren bereits zum vierten Mal am Start ist. Anders als sein Teamkollege Pancis (68), für den das Rennen eine Premiere ist.

Kennengelernt haben sich die beiden bei einem anderen Radrennen. „Wir standen gemeinsam auf dem Podium und sind als Freunde wieder heruntergegangen“, schildert der 78-jährige Tiroler. Ihr Ziel für das Etappenrennen: „Durchhalten bis zum Schluss.“ Und dann? Einen Tag nach der TOUR Transalp wollen die beiden schon den Mondsee Marathon mit 200 Kilometern fahren. „Wir sind zumindest angemeldet…“, meint Pancis. Das Radfahren hält die beiden eben fit.

Ein großes erstes Mal ist die TOUR Transalp auch für das deutsche Ü-50-Frauentrio aus der Nähe von Karlsruhe: Gitta Fernau, Petra Marton und Susanne Milowsky. Gemeinsam haben sie bislang alle Etappen erfolgreich gemeistert. „Wir haben Spaß am Radfahren und Lust auf eine außergewöhnliche sportliche Belastung gehabt", sagen die Rennradlerinnen. Ihr Ziel war es, stets vor dem Besenwagen ins Ziel zu kommen. Und bisher haben sie den Wagen noch nicht einmal zu Gesicht bekommen.

Zu den Ergebnissen der vierten Etappe: https://tour-transalp.de/ergebnisse/ergebnisse-2019/

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