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Danke!

01.07.2020 - 10:11

Klar, die TOUR Transalp konnte die Local Roads Edition nicht ersetzen, ein kleiner Trost war sie aber allemal. Mehr als 500 Teilnehmer haben sich den sieben Challenges gestellt. Die meisten auf den Straßen vor ihrer Haustür, andere sogar auf den Spuren der geplanten Transalp-Strecke. Wir sagen DANKE, dass ihr dabei ward!

Ob im norddeutschen Flachland, in der Bergwelt Costa Ricas, auf Traumpässen der italienischen Alpen, in Schweden, Taiwan oder Südafrika - die LOCAL ROADS EDITION lockte Rennradfans aus der ganzen Welt auf`s Fahrrad. Sieben Challenges galt es an sieben Tagen zu bewältigen und nicht wenige Teilnehmer meisterten gleich alle sieben Herausforderungen. 

Während es die einen locker angingen ließen und ihre Streckenplanung auch nach den besten Eisdielen ausrichteten, bereiteten sich andere Teilnehmer auf diese Weise auf noch viel größere Herausforderungen vor. Der Schweizer Alar Jost wollte die TOUR Transalp 2020 eigentlich als Trainingsrennen für seine Teilnahme an der Tortour Ultra (1000 km)  im August 2020 nutzen - das größte mehrtägige Nonstop-Ultracycling-Event der Welt. Auf die Rennerfahrung musste der Familienvater und ehemalige Team TOUR-Fahrer zwar wohl oder übel verzichten, das Alpenpanorama wollte er sich aber nicht entgehen lassen. So reiste er mit seinem Transalp-Teampartner Michal Rontsinsky nach Südtirol, um weiter fleißig Höhenmeter zu sammeln und die Local Roads Edition auf den Spuren der TOUR Transalp anzugehen. "So genossen wir sieben Tage Transalpflair auf den Local Roads der Dolomiten", berichtet Alar. Dabei fuhr er unter anderem die original zweite Etappe der TOUR Transalp, die  von St. Vigil nach San Martino di Castrozza geführt hätte - und kam so in den Genuss von traumhaften Pässen wie dem Passo Falzarego und Valparola.  

Jede Etappe im Finisher-Trikot

Um in Transalp-Stimmung zu kommen, hat sich Peter Sandmann für jede Local Roads Etappe ein Transalp-Finisher-Trikot angezogen - davon hat er reichlich, schließlich ist er die letzten 17 TOUR Transalpen ohne Ausnahme mitgefahren. Auch, wenn die Local Edition ein Jahr ohne Transalp nicht wegmachen konnte, war die Aktion "mehr als ein kleiner Trost", sagt er. "Ohne die Challenges wäre ich wahrscheinlich nicht sieben Tage hintereinander gefahren. Außerdem fand ich es spannend, im STRAVA Tour Transalp Club zu sehen, wo die 'Local Roads' der anderer Teilnehmer liegen und wie sie ihre Etappen gestaltet haben." Und: "Das sommerliche Wetter in Süddeutschland passte auch gut zum vermissten Italien-Feeling. Für die an Tag 5 geforderten 1200hm haben wir in Heidelberg zum Glück mit dem Hausberg Königstuhl einen Anstieg von ca. 450 hm am Stück und so reichten mir hier drei Auffahrten."

Etwas häufiger musste Lothar Czaja (elf-maliger TOUR Transalp-Teilnehmer) seinen Hausberg erklimmen, um die 1200 hm-Challenge zu schaffen. Gemeinsam mit seinem langjährigen Teampartner und Transalp-Wiederholungstäter Matthias Schindler nahm er einige der Local Roads Etappen in Angriff. „Auch wenn es hier in unseren Nürnberger Gefilden doch eher hügelig als bergig zugeht, wir auf kein Streckenbriefing durch Marc Schneider zurückgreifen können, wir keinen Uwe Geißler in einem Straßengraben mit Kamera im Anschlag auf der Lauer nach dem besten Foto liegen sehen und uns auch keine Marshalls den richtigen Weg weisen, hat es die Local Roads Edition für uns dennoch geschafft, den Transalp-Geist und die Vorfreude aufs nächste Jahr zu wecken!“ Die 1200 hm sammelten die beiden am Moritzberg in der Fränkischen Alb, der mit stellenweise 19 Prozent Steigung schon Alpenfeeling vermittelte, aber etwa sechsmal bezwungen werden musste.

Für die beiden alten Transalp-Hasen stand der Spaß ganz klar im Vordergrund: „Die einzelnen Challenges nahmen wir ernst, aber nicht zu ernst, sodass auch die ein oder andere Runde rund um das beste Eis in Nürnberg von uns mit in die Streckenplanung aufgenommen worden ist.“ 
 

Bilder: Alar Jost und Michal Rontsinsky auf den Spuren der TOUR Transalp in den Dolomiten. Foto: Uwe Geissler

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