Termin 25.06. - 01.07.2017

Para-Olympionikin startet bei TOUR Transalp 2017

Die TOUR Transalp ist zweifelsohne eines der bekanntesten Rennrad-Etappenrennen für Jedermänner. Und für jeden der Teilnehmer mit 865 km und über 18.000 Höhenmetern eine riesengroße Herausforderung. Der will sich auch Denise Schindler gemeinsam mit Martin Hutter als erstes beinamputiertes Mixed-Team stellen.

Martin Hutter und Danise Schindler © Christian Holzer

Mit ungewissem Ausgang, den für Radfahrer mit Prothesen stellt ein einwöchiges Rennen nicht nur einen enorme Belastung für den Körper dar, sondern vor allem auch auf die höchst empfindlichen Übergangsstellen zwischen Prothese und Bein.

Wenn durch Hitze, Schweiß, Reibung und ein Zuviel an Anstrengung Druckstellen entstehen, bedeutet dies das Aus für die Sportler.

Deswegen war die richtige Partnerwahl für das Mixed-Team entscheidend: „Mit Martin Hutter habe ich einen Partner gefunden, auf den ich mich verlassen kann. Er ist in derselben Situation wie ich und weiß, mit welchen zusätzlichen Herausforderungen wir zu kämpfen haben“, erklärt Denise Schindler.

Die Zeitfahr-Silber-Medaillengewinnerin der Paralympischen Spielen in Rio und der Para-Radfahrer lassen sich von ihrem Handicap aber keinesfalls abschrecken.

„Wir greifen auf eine ähnliche körperliche und sportliche Erfahrung zurück und können uns dadurch in einer ganz besonderen Weise gegenseitig motivieren. Wir haben für unsere Situation das gleiche Verständnis.“

Die Transalp ist für beide Radfahrer ein Traum, den sie sich 2017 endlich erfüllen. Ihr Ansporn ist es, trotz ihres Handicaps, mit nicht behinderten Radfahrern mithalten zu können.

„Wir wissen, dass es kein Spaziergang wird. Wir wollen mit unserer Teilnahme zeigen, dass sich behinderte Menschen keine Grenzen setzen lassen sollen. Jeder Mensch kann sich seinen Traum erfüllen, wenn er es will“, fasst Schindler zusammen.

Damit nicht genug, die erste beinamputierte Frau in 15 Jahren TOUR Transalp und ihr Teampartner aus Österreich wollen nicht nur beweisen, dass Menschen mit Behinderung physische als auch mentale Grenzen überwinden können, sondern auch vor und während der Rundfahrt von Deutschland über den Alpenhauptkamm bis nach Italien aktiv Spenden für behinderte Kinder in München sammeln.

Mut und Hoffnung machen, das ist das Ziel der Spendenaktion, die das Schindler/Hutter-Team mit seinem Transalp-Start verbindet. Daher bitten beide Sportler um Unterstützung des Kreis Eltern behinderter Kinder in Olching.

Mit den Spendengeldern werden Inklusionsprojekte gefördert, die behinderten Kindern aus der Region zugute kommen. Im Vordergrund stehen dabei Sportgruppen, bei dem behinderte und nicht behinderte Menschen gleichermaßen willkommen sind und gemeinsam Spaß an der Bewegung haben. Zugleich werden dank der integrativen Gruppenbildung, neben den sportlichen, auch die sozialen Kompetenzen gefördert.