Termin 24. - 30.06.2018

IRONMAN-Weltmeister Faris Al-Sultan startet bei TOUR Transalp

Über das letzte Jahrzehnt gehörte Faris Al-Sultan zu den besten Triathleten der Welt. Seinen größten Triumph feierte der mittlerweile 38-Jährige 2005 als er sich in Hawaii zum Weltmeister auf der Langdistanz krönte. 2015 beendete der Bayer seine Triathlon-Karriere. Nun widmet er sich anderen sportlichen Herausforderungen.


Faris Al-Sultan ist bereit, sich bei der TOUR Transalp 2017 zu beweisen © Privat

Der mittlerweile 38-Jährige wird an der Seite von Dr. Werner Leitner die siebentägige Hatz über die Alpen in Angriff nehmen:

„Er war Mitbegründer meines Teams Abu Dhabi Triathlon. 2009 haben wir in Südafrika schon ein Mountainbikerennen gemeinsam absolviert. Wir sind beide zäh und bringen eine große Erfahrung aus über 20 Jahren Ausdauersport mit“, erzählt der mehrfache IRONMAN-Gewinner.

Allerdings weiß Al-Sultan auch „dass wir natürlich nicht mehr so schnell wie früher sind. Wir quälen uns aber gerne und wollen bei der TOUR Transalp in erster Linie Spaß haben“.

"Beim Mortirolo kenne ich nur die Horrorgeschichten"

Die einzelnen Etappen des siebentägigen Rennens haben sie dementsprechend bisher nur überflogen.

„Einige dieser Pässe sind gute Freunde von mir, von anderen kenne ich nur die Horrorgeschichten wie beim Mortirolo. Allerdings erschrecken mich eher die Abfahrten mit 50 anderen wilden Fahrern als die Anstiege“, blickt der „Sultan des Schweißes“, so lautet sein Szene-Spitzname, voraus.

Auf der Etappe von Livigno nach Aprica wird das Triathlonduo den Spuren dieses Mythos folgen.

Die Passtrasse hinauf zum Mortirolo an der schweizerisch-italienischen Grenze gehört zu den legendärsten Anstiegen in den Westalpen und ist ein Highlight der diesjährigen TOUR Transalp.

Al-Sultan tauscht das Flachland Hawaiis gegen die Bergwelt der Alpen © Privat

"Hinterherfahren wollen wir nicht"

Mit einem durchschnittlichen Anstieg von über zehn Prozent sorgt der Mortirolo sogar bei ausgewiesenen Spezialisten für ein flaues Gefühl.

Leidensfähigkeit wird bei diesem legendären Berg gefragt sein. Unterhalb der Passhöhe passieren die Athleten das Denkmal für Marco Pantani. Zu Ehren des berühmten Kletterers wird beim Giro d’Italia am Gipfel die Cima Pantani vergeben.

„Wir quälen uns gerne, aber wir haben nicht mehr das Messer zwischen den Zähnen“, erklärt Faris Al-Sultan, der mit seinem Partner in der Masters-Kategorie antreten wird.

„Kaum zu glauben, aber zu zweit sind wir schon über 80 Jahre alt. Hinterherfahren wollen wir aber nicht“, erklärt der Münchner abschließend.