Termin 24. - 30.06.2018

TOUR Transalp-Rennleiter: „Immer so fahren, als würde ich privat im Straßenverkehr unterwegs sein.“

Knapp ein halbes Jahr vor der TOUR Transalp 2017 hat sich Renndirektor Marc Schneider für ein paar Fragen Zeit genommen und nicht nur über den Stand der Vorbereitungen gesprochen, sondern auch Nützliches mit uns geteilt.


Renndirektor Marc Schneider befindet sich momentan in der Feinarbeit für die kommende TOUR Transalp © Uwe Geissler

TOUR-Transalp.de: Wie laufen die Vorbereitungen für die 15. TOUR Transalp?

Marc Schneider: Wie gewohnt ist jetzt die Zeit der Behördengänge. Die Anträge liegen bei den Ämtern vor. Mit ihnen wird nun der erste Entwurf für die Streckensicherung diskutiert, angepasst und bis zum Rennen verfeinert.

In dieser Phase kann es auch zu Vorschlägen für Streckenänderungen aus verschiedensten Gründen kommen. Zum Beispiel, weil auf einer Route dann doch eine Baustelle eingeplant ist.

Diese Streckenänderungen müssen dann zeitnah erfasst werden und wieder bei den Behörden eingereicht werden.

Welche Maßnahmen habt Ihr getroffen, damit für größtmögliche Sicherheit gesorgt ist? 

Wir arbeiten seit Jahren mit einer Gruppe von rund 20 Streckenposten und Motorradmarshalls, die einzelne Gruppen begleiten oder auch als mobile Streckenposten eingesetzt werden.

Hinzu kommen lokale Feuerwehren oder Sicherheitsdienste und natürlich die Polizei, die an neuralgischen Punkten das Heft selbst in die Hand nimmt.

Auffällig ist, dass die Abstimmung mit der Polizei und den Behörden in den vergangenen Jahren intensiver geworden ist. Die Anforderungen an uns als Veranstalter sind in diesem Punkt gestiegen. Was aber im Sinne der Sicherheit völlig nachvollziehbar ist.

Was müssen die Teilnehmer dabei unbedingt beachten?

Sie müssen verantwortungsbewusst und vorausschauend fahren. Eine siebentägige Transalp führt nur selten über Straßen, die voll gesperrt sind. Meist arbeiten wir mit Teilsperrungen, Anhaltungen durch die Polizei oder rollen gar im Verkehr mit. Die Straßenverkehrsordnung gilt immer und überall.

Die Streckenposten am Straßenrand geben sicherlich ein Gefühl der Sicherheit. Dafür sind sie auch da. Das darf aber nicht zum Blindflug animieren. Deswegen kann mein Tipp nur heißen, immer so zu fahren, als würde ich privat im Straßenverkehr unterwegs sein.

Welche Regelungen gelten für Begleitfahrzeuge?

Ganz hart gesagt: Raushalten aus dem Rennen! Vorm ersten Teilnehmer einen geeigneten Parkplatz suchen, die Freunde oder Teammitglieder versorgen, und erst wieder losfahren, wenn der Pulk vorbei ist.

Dann auch keine Überholmanöver starten und das Feld der Teilnehmer von hinten mit dem Auto aufrollen. Nur Blöde folgen blind der Rennbeschilderung. Clevere suchen Ausweichrouten, auf denen sie das Rennen nicht stören.

Welchen Tipp hast Du für Transalp-Rookies? 

Radfahren kommt vom Radfahren und Pässe fahren vom Pässe fahren. Wer das erste Mal startet, sollte bestenfalls noch 2017 ein paar Pass-Straßen zum Training fahren.

Das gibt nicht nur den nötigen Schmalz in den Waden, sondern auch Sicherheit bei der Tempogestaltung und Linienwahl in der Abfahrt, gerade bei Gegenverkehr.

Text: Uwe Geissler